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Populärmusik für Fortgeschrittene

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News und Updates

.plattenkritik: Wire - Object 47*

Mittwoch, 30. Juli 2008 von Michael Giebl

Man gibt sich bescheiden. Schließlich ist man nicht mehr der Jüngste, Laufnummer 47, und blickt ein wenig verklärt, aber zufrieden auf über dreißig Jahre voller Abenteuer zurück. Sturm und Drang sind also passé, darob ist man kurz vor Barschluss eben auch bereit, mit den bemitleidenswerten Übriggebliebenen anzubandeln. Und so haben sich wohl Wire’s “Object 47″ und die verschmähte Popmusik dann auch kennengelernt… Weiterlesen…

.plattenkritik: black kids - partie traumatic*

Freitag, 25. Juli 2008 von christoph

Indierock nähert sich langsam der Gegenwart. Mit “Partie Traumatic” von den Black Kids steht er nämlich mitten in den populären 1980er Jahren.

Das Rezept für eine Indierockband ist ja recht simpel. Man nehme Garagenrock als Basis und verkoche es mit irgendeiner anderen Band beziehungsweise mit einem anderen Sound. Nachdem die 70er mit den Ramones, Gang of Four, Wire und ähnlichen abgegrast sind und schon The Killers mit den 80ern geflirtet haben, bedienen sich die Black Kids jetzt bei The Cure und Duran Duran. Weiterlesen…

.plattenkritik: Saline Grace - Border Town Shades (CD)*

Montag, 14. Juli 2008 von christoph

Saline Grace - ein Projekt von Ricardo Hoffman und Lebensgefährtin Ines Pollok. Er ist, laut Labelinfo, hauptberuflich bei der Avantgardeband Nobility of Salt angestellt und hatte offenbar Lust nach etwas, sagen wir mal, Konventionellerem. „Border Town Shades“ erzählt von einsamen Menschen in einsamen Gegenden, von Sünde und Abgrund sowie von Verzweiflung und Dingen, die einfach nicht so gut laufen. Prinzipiell nichts worüber man abschätzig die Nase rümpfen müsste, weil es ja an und für sich sehr geschmack- und stimmungsvoll instrumentiert, arrangiert und gespielt ist - irgendwo zwischen Americana, Folk und Rock mit Piano, Orgel und Glockenspiel, gesungen mit tiefer Stimme ohne Angst vor dramatischen Sphären.

Was das Ganze einfach schwer ernst zu nehmen lässt, ist die Tatsache, dass alles nach Nick Cave klingt. Nicht beeinflusst von Nick Cave, sondern wirklich WIE Nick Cave. Die oben genannten Versatzstücke findet man nämlich auf Lee Hazelwood und Johnny Cash Platten auch, nur würde man die nie mit dem ollen Nick verwechseln. Doch Hoffmann singt, spricht und betont sogar wie Nick Cave. Nur, das der einen Tick bessere Songs schreibt.

„Border Town Shades“ kann man sicher fein hören und ist auf keinen Fall eine schlechte Platte, aber man könnte es auch sein lassen und sich „The Boatman’s Call“ oder „The Good Son“ auflegen.

www.salinegrace.de
www.myspace.com/salinegrace

.plattenkritik: The Presets - Apocalypso*

Samstag, 12. Juli 2008 von Michael Giebl

Imagine Frankie Goes To Hollywood in your local New Rave Disco!

YouTube Preview Image
The Presets - This Boy’s In Love

www.thepresets.com
The Presets-Space
Free “Get Off The Beach” MP3-Download

.plattenkritik: Zero Le Crêche - Last Year’s Wife: The Collection*

Freitag, 11. Juli 2008 von Michael Giebl

Man nehme einen Schuss Inspiration aus Top Of The Pops und eine Anzeige im Melody Maker und schon steht die eigene Band - mehr oder weniger. So geschehen jedenfalls vor gut 25 Jahren bei Terry Miles und seinen Kollegen von Zero Le Crêche, einem typischen Fall für Cherry Reds “Goth Collectors Series”. Weiterlesen…

.plattenkritik: Klaus Schulze & Lisa Gerrard - Farscape*

Donnerstag, 10. Juli 2008 von Michael Giebl

Klaus Schulze, der Elektronik-Pop-Pionier und “bekennde Wagner Fan” (Zitat: Booklet), und Lisa Gerrard, die “Anna Netrebko Australiens” (Zitat: Ich) und Mitbegründerin der Indieikonen Dead Can Dance, hauen sich auf ein Packl und produzieren die Doppel(!)-CD “Farscape” voller “Liquid Coincidence“s (Songtitel 1-7). Das reisst dann Musikjournalisten zu solch grandiosen Aussagen hin wie: “Schulze doesn’t just compose music. He plays. And Gerrard not only sings, let alone to sing from music. She illuminates, imagines and fills spaces intuitively” (Stefan Albus, Zitat aus dem Booklet). Weiterlesen…

.live-review: Sigur Rós (Arena, Wien)*

Mittwoch, 9. Juli 2008 von Michael Giebl

Der isländische Sommer ist da. Er ist bedeutend kühler als hiesige Sommer, voll von Nebelschwaden, und manchmal schneit es sogar (jedenfalls laut meiner Vorstellung). Sigur Rós haben ihn gebracht. Und geschneit hat’s Papierschnipsel. Weiterlesen…

.plattenkritik: Grand Island - Boys & Brutes (CD)*

Mittwoch, 9. Juli 2008 von christoph

Grand Island - eine von zwei Norwegern gegründet Band, die sich nach einem Kaff in Nebraska benannt hat. Warum? Weil die beiden einmal dort waren. Alles klar? Endlich mal eine Band, die zum sinnfreien Ursprung ihres Bandnamens steht. Das ist mitunter sogar das Spannendste, was man über Grand Island und ihre Platte „Boys & Brutes“ sagen kann. Denn ganz egal, was einem das Internet über ihre experiementellen Noise- und Bluegrasseinflüsse erzählen will – es ist fader Indierock von der Stange, energie- und feuerlos gesungen und gespielt. So egal wie die neue Def Leppard Platte („Songs from the sparkle lounge“). Obwohl die Burschen ja recht sympathisch wirken. Aber der Charakter (um den es hier ja auch nicht geht) sagt ja nix über die Musik und die Musik Gott sei Dank nix über den Charakter aus.

www.grandisland.no
www.myspace.com/thegrandisland

.plattenkritik: Five or Six - Acting on Impulse (The Best of)*

Dienstag, 8. Juli 2008 von Michael Giebl

Wie schafft man es als längst vergessene Indieformation aus dem Twickenham (Südwest-London) der Ära 1980-83, sechzehn Jahre nach dem Bandexitus mit einem Song sowohl im Radio als auch in einer Werbung einer bekannten Jeansfirma aufzutauchen? Man könnte sagen: sowohl Werbefirmen als auch John Peel schreck(t)en vor nichts zurück. Im Falle von Five or Six muss es aber heissen: Schulkameraden schrecken vor nichts zurück. Weiterlesen…

.live-ankündigung: nurKOWALSKI*

Montag, 7. Juli 2008 von Michael Giebl

Sudern für den guten Zweck, deswegen auch von monoton - eurem Informationsportal für musikalische Schmutzigkeiten mit Österreich-Schwerpunkt - mit großem Tam-Tam angekündigt:

nurKOWALSKI, die inoffizielle Häferlband gibt sich die Ehre! Die allesamt aus dem Freundeskreis des Häferls (Selbsthilfegruppe von Haftentlassenen, die ehrenamtlich eine Tagesstätte für Randgruppenbesetzter betreiben) stammenden Sven Kowalski (git.), Richard Kowalski (bass/drumfiles), Max Kowalski (voc.) und nurKOWALSKI (hanging sheep) besingen Gott, die Welt und andere Unmöglichkeiten, selten Englisch, zumeist Deutsch und Wienerisch, vorzugsweise aber mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Weiterlesen…